Männer denken anders über Demenz als Frauen

Die Einstellung der Männer diesbezüglich beeinflusst die Politik. Ist das nun gut oder schlecht? Dieser Frage werden wir im folgenden versuchen auf den Grund zu gehen.
Warum ist die Einstellung denn nun anders? Vielleicht deshalb, weil Frauen länger als Männer leben werden. Außerdem haben mehr Frauen als Männer im Alter Demenz. Das bedeutet allerdings nicht, dass Männer dagegen immun sind oder nicht darüber nachdenken. Sie tun es und sind ebenfalls besorgt! Eine neue Studie aus Großbritannien zeigt, dass die Menschen anders über Demenz denken als Frauen.

 

Dr. June Andrews von der University of Stirling in Schottland veröffentlicht die großen Umfrage im Rahmen des britischen Demenz Festivals. Die Ergebnisse sind verheerend aber ebenso erkenntnißreich.

Ergebnisse

Männer sehen Demenz als Teil des normalen Alterungsprozesses. Sie glauben, dass ein besserer Zusammenhalt in der Gesellschaft helfen würde, die Betroffenen zu versorgen. Frauen allerdings glauben, dass die Gesundheitsberufe mehr gestärkt werden müssen. Sie glaube also nicht daran, dass Angehörige ihnen helfen werden.

 

Weiterhin glauben die Herren, dass Leute mit Demenz sich von alleine bessern können. Sie sind überzeugt, dass Medikamente dabei helfen können.

Mehr Männer als Frauen glauben, dass stationäre Behandlung von Betroffenen ein pragmatisches Mittel ist um schnell wieder zu genesen. Sie haben weniger Sorgen und Bedenken wenn es um Krankenhausaufenthälte geht, die auch eventuell mal etwas länger dauern können. 

Man kann sagen, sie haben grundsätzlich positive Erfahrungen mit dem Gesundheitssystem gemacht und haben deshalb wenige bis gar keine Bedenken wenn es um das Altern allgemein geht. Weiterhin glauben sie an den Familienzusammenhalt und Verantwortung innerhalb dessen.

 
Frauen fürchten Demenz mehr als Männer und würden lieber sterben als ernsthaft damit in Berührung zu kommen. In der Tat, fürchten sie es sogar mehr als Krebs. Sie würden die Euthanasia, also dem freiwilligen Selbstmord, der Demenz sogar bevorzugen.

 

Männliche pflegende Familienangehörige

Laut einem Bericht von AARP und die nationale Allianz für Pflege (NAC) müssen einer von drei Männern später im Alter betreut werden.

 

Ihre Herausforderungen als Betreuer sind so einzigartig wie ihre unterschiedlichen Haltungen zu dem Thema.

 

Männer sind eher geneigt Hilfe von außen zu suchen die ihnen bei ihren Leiden helfen und unterstützen. Da Männer weiter weg wohnen ist Betreuung nicht so einfach aus der Ferne zu organisieren. So kommt es dazu, dass es Männer oftmals komfortabler haben und mehr Technologie nutzen können als Frauen. Das Internet tut hier den Rest. 
Natürlich wurmt das wahrscheinlich die Frauen, da diese mehr unter der Belegschaft zu leiden haben. So wie Menschen mit Demenz, sind weibliche pflegende Familienangehörige in der Belegschaft oft stigmatisiert. Oft verstecken sie ihre Krankheit vor der Belegschaft und wollen nicht als Opfer dargestellt werden. Die Dunkelziffer liegt hier bei 60-90%.

 

Dr. Andrews wirft die Frage auf ob die Haltung der Männer gegenüber Pflege die Politik stärker beeinflusst als man denkt und eventuell schädlich für die allgemeine Pflege von Menschen mit Demenz, einschließlich der Alzheimer-Krankheit ist.
Es gilt hier zu sagen, dass es kein abschließendes Fazit gibt. Das Thema steht zur Diskussion und geht vermutlich auch über das allgemeine Thema Pflege in Deutschland hinaus. Uns würde eure Meinung hierzu interessieren und wir würden uns freuen, wenn ihr hierzu ein Kommentar auf unserer Seite hinterlassen würdet!
Danke!